Wirtschaftsförderung
Gewerbetreibende sind als Partner der Stadt zu sehen und ihre Leistung ist entsprechend anzuerkennen. Sie sind keineswegs nur nützliche und unverzichtbare Steuerzahler, sondern sind als Anbieter von sicheren Arbeitsplätzen und Motor der Stadtentwicklung ein wertvoller Baustein für die prosperierende Entwicklung unserer Stadt.
Obwohl einige große Unternehmen ihren Sitz in Karben haben, bilden klein- und mittel-ständische Gewerbetreibende das Standbein der ortsansässigen Betriebe. Bei dieser Vielzahl von unterschiedlichsten Gewerbebetrieben ist die Mehrzahl der Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich wird auch der größte Teil des Gewerbesteueraufkommens von ihnen erbracht.
Vor diesem Hintergrund gilt es mit einer klugen und vorausschauenden Wirtschaftsförderung den Karbener Gewerbebetrieben verlässliche und planbare Rahmenbedingungen zu geben. Die FW Karben treten dafür ein, dass eine Stabilität bei den Grund- und Gewerbesteuersätzen beibehalten wird. Hier gilt es insbesondere im Vergleich zu den benachbarten Kommunen, keinen Wettbewerbsnachteil bei der Haltung und Neuansiedlung von Gewerbebetrieben durch zu hohe Steuersätze aufzubauen.
Auch für die Karbener Gewerbebetriebe ist der dringende Ausbau der unzureichenden Verkehrsinfrastruktur unbedingt notwendig. Gerade Karben profitiert aufgrund seiner Lage von der ausgezeichneten Infrastruktur des Rhein/Main-Gebietes. Jedoch muss gewährleistet sein, dass die Anbindung des Karbener Straßennetzes an die anliegenden Bundes- und Landstraßen zügig verbessert werden, um die permanenten innerstädtischen Staus zu verringern. Die FW Karben hält deshalb auch im Sinne einer Wirtschaftsförderung die Nordumgehung Groß-Karben und den Lückenschluss der B3 zwischen Kloppenheim und Okarben für zwingend notwendig. Aber auch der zügige Ausbau des 3. und 4. S-Bahn-Gleises ist zur Weiterentwicklung der Karbener Verkehrswege unverzichtbar.
Verbunden mit diesen Verkehrsausbaumaßnahmen ergibt sich auch die Gelegenheit neue Gewerbeansiedlungsflächen auszuweisen. Viele ortsansässige Firmen können schon seit Jahren nicht mehr in Karben expandieren weil keine freien Flächen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Speziell der Ausbau der B 3 eröffnet hier Möglichkeiten, verkehrsgünstig gelegene Flächen am Rande von Kloppenheim und Okarben zur Gewerbeansiedlung anbieten zu können.
Das gleiche gilt für die Neuansiedlung von Unternehmen. Auch hier wurde in den letzten Jahren durch die völlig unzureichende Planung des rot/grünen Magistrats der Zuzug neuer Unternehmen und Betriebe faktisch unterbunden. Die FW Karben spricht sich insbesondere dafür aus, dass zukünftig Dienstleistungsunternehmen gezielt für die Ansiedlung in Karben angesprochen werden. Da bisher 75 % der Karbener Betrieb
e im produzierenden Gewerbe tätig sind, dient diese ausgewogene Ansiedlungspolitik für einen konjunkturellen Ausgleich des Gewerbesteueraufkommens bei wirtschaftlichen Krisen. Sie verhindert durch den Mix verschiedenster Branchen bei den Dienstleistungs- und produzierenden Unternehmen bei Rezessionen einen unverhältnismäßig hohen Arbeitsplatzabbau und verringert zusätzlich das innerörtliche Verkehrsaufkommen durch weniger Zu- und Ablieferungsverkehr
Eine zielführende Wirtschaftsförderung besteht jedoch auch darin, eine zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle in der Karbener Verwaltung für die Karbener Gewerbebetriebe zu haben. Hier wurde mit der lange überfälligen Ernennung eines ehrenamtlichen Stadtrats als Dezernent für Wirtschaftsförderung schon der erste richtige Schritt getan. Es gilt nun weiter voran zu gehen. So erscheint es der FW Karben sinnvoll, dass auf der Homepage der Stadt Karben für die Karbener Gewerbebetriebe ein eigenes Forum geschaffen wird. Dieses Forum soll dazu dienen, die Vernetzung zwischen den Karbener Betrieben und Unternehmen zu intensivieren. Innerbetriebliche Probleme und Fragestellungen oder der Ausbau von Arbeits- und Zweckgemeinschaften zur Realisierung von Projekten und Aufträgen können so nutzbringend und schnell für alle Beteiligten gelöst werden.
Eine moderne Wirtschaftsförderung beinhaltet jedoch auch, die Karbener Unternehmen als Partner für ausgewählte Projekte auf dem sozialen Gebiet, der Jugendbetreuung oder der Sportförderung zu gewinnen. Bei vielen Gewerbebetrieben und ihren Beschäftigten besteht die Bereitschaft, im Rahmen von Unternehmenspartnerschaften oder „Corporate Volunteering“ gezielt auf diesen Gebieten zu helfen. Sei es mit der zur Verfügung Stellung von Material- und Sachmitteln oder durch unentgeltliche Mitarbeit. Die FW Karben erachtet es deshalb für sinnvoll, in der Karbener Stadtverwaltung einen Marktplatz des sozialen Engagements in Verbindung mit der Wirtschaftsförderung einzurichten. Dort sollen dann die Fähigkeiten und Interessen der Karbener Gewerbebetriebe mit den entsprechenden Projekten zusammengebracht werden. Auf diesem Wege kommen persönliches- und bürgerschaftliches Engagement mit öffentlichem Nutzen und Nachhaltigkeit zusammen.
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Einladung zum öffentlichen Vortrag : Barrierefreiheit und Mobilität in Karben. Ein Vortrag von |
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