Stadtentwicklung
Die Stadt Karben ist wie der gesamte Wetteraukreis einem ständigen Strukturwandel ausgesetzt. Eine fortschrittliche Stadtentwicklung kann deshalb nicht darin bestehen, den Status quo zu bewahren, sondern muss planerische und gestalterische Konzeptionen für die Zukunft entwickeln. Die Ergebnisse der rot/grünen Stadtentwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigen jedoch, dass nur ein Sammelsurium von Einzellösungen eine erforderliche ganzheitliche Stadtplanung ersetzt haben. Dies führt dazu, dass Karben auch 40 Jahre nach Stadtgründung über keinen attraktiven Innenstadtbereich verfügt, von einem unansehnlichen Ortseingangsbild geprägt ist und bestehenden oder neuen Gewerbebetrieben keine neuen Erweiterungsflächen zur Verfügung gestellt werden können.
Die FW Karben sieht deshalb vordringlichen Handlungsbedarf in einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung, um die Versäumnisse und Fehlentwicklungen zu korrigieren.
Innenstadtkonzeption
Leider haben es die damaligen Verantwortlichen von SPD und Grünen versäumt, eine ganzheitliche Konzeption speziell für den Innenstadtbereich zu entwickeln. Architektonische Einzellösungen und planerische Fehlentscheidungen führten dazu, dass unser Ortseingang zwischen Kreuzung Bahnhof und Gehspitze bis heute ein Torso darstellt. Die FW Karben sieht es daher als notwendig an, dass im Rahmen einer Gesamtkonzeption unter Berücksichtigung der vorhandenen Bebauungen für diesen Innenstadtbereich eine ganzheitliche Konzeption erstellt werden muss. Nur damit ist gewährleistet, dass die Bausünden der Vergangenheit nicht wiederholt werden und Investoren klare gestalterische und planerische Vorgaben gemacht werden können.
Wohnungsbau
Aus der Sicht der FW Karben ist moderater Wohnungsbau in Karben weiter erforderlich. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass nicht nur wie in der Vergangenheit Reihenhäuser auf kleinen Grundstücken sondern auch Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen können. Dies kommt den Wünschen und Bedürfnissen vieler Bauwilliger entgegen und hilft dabei, dass auch die soziale Bevölkerungsstruktur ausgewogen gestaltet werden kann.
Für neue private Bauvorhaben bieten sich aktuell Flächen in Petterweil (Riedmühlstraße, östlicher Ortsrand an der K9), Kloppenheim (westlich der Luisenthaler Straße an der L3205) und Groß-Karben (Waldhohl) an.
In Kloppenheim sollte nach Meinung der Freien Wähler mittelfristig die gesamte Fläche zwischen der L3205 und dem „Quellenhof“ als Wohnbaugebiet vorgesehen werden. Durch seine unmittelbare Nähe zum Bahnhof, der Stadtmitte mit der vorhandenen Einkaufsinfrastruktur, dem Jukuz, dem Naherholungsgebiet an der Nidda sowie der Nachbarschaft zu dem Gewerbegebiet südlich der L3205 ist dieses Gelände optimal für hochwertigen Wohnungsbau geeignet. Darüber hinaus führt eine solche Bebauung zu dem städtebaulich wünschenswerten Zusammenwachsen der Stadtteile Kloppenheim, Okarben und Groß-Karben, um so ein wirkliches Stadtzentrum zu entwickeln. Neben den genannten Flächen kann in Karben der Wohnungsbau nur noch maßvoll realisiert werden. Das bedeutet, dass in den Ortsteilen vorhandene Baulücken und kleinere Flächen zur Arrondierung bebaut werden sollten.
Gewerbegebiete
Zur Stärkung der Wirtschaftskraft in Karben sind weitere Gewerbegebiete unerlässlich. In den letzten 10 Jahren wurden keinerlei neue Gewerbeflächen entwickelt. Dieses Versäumnis der ehemaligen rot/grünen Stadtregierung wirkt sich immer negativer auf die Wirtschaftskraft und die Steuereinnahmen unserer Stadt aus. Eine Neuausweisung von Gewerbeflächen ist deshalb zwingend erforderlich. Erst dadurch sind Neuansiedlungen von Gewerbebetrieben möglich, und die Erweiterungsvorhaben von prosperierenden Karbener Unternehmen können realisiert werden. Die FW Karben begrüßt deshalb die Möglichkeiten, die der Regionale Flächennutzungsplan der Stadt Karben bietet, um weitere Gewerbegebiete auszuweisen. Insbesondere sind die Flächen nördlich der B3 in Kloppenheim, östlich der B3 beim BBW, östlich des Bahnhofs Groß-Karben (Dreiecksfläche, sowie zwischen „tegut“ und Kino) und am Spitzacker vordringlich zu entwickeln.
Mittelfristig sollte aus der Sicht der Freien Wähler in Kloppenheim bzw. Klein-Karben die Fläche zwischen dem bestehendem Gewerbegebiet und der Bahnlinie als Erweiterungsfläche für Gewerbe genutzt werden.
Naherholungsgebiete
Durch die bevorzugte Lage am südlichen Rand der Wetterau bieten sich den Bewohnern vielfältige Möglichkeiten von Naherholungsgebieten an. Zu Recht kann sich Karben als Stadt im Grünen bezeichnen. Die Uferzonen auf beiden Seiten der Nidda, der Karbener Stadtwald, das Gebiet um den Ludwigsbrunnen in Groß-Karben, der Heitzhöfer Bach und die Feldwege in den Karbener Gemarkungen bieten so viele Möglichkeiten der Naherholung, dass auf finanziell aufwändige neue Vorhaben grundsätzlich verzichtet werden kann. Hier gilt es stattdessen, die vorhandenen Naherholungsgebiete behutsam weiter zu entwickeln. Nach Ansicht der FW Karben bietet insbesondere die Realisierung des Niddaradweges Möglichkeiten, die Uferzonen beidseitig der Nidda mit überschaubaren finanziellen Mitteln attraktiver zu gestalten. So könnten beispielsweise neue Ruhezonen mit Bänken sowie Spiel- und Grillplätzen entstehen. In diesem Zusammenhang kann auch die von der FW Karben begrüßte Renaturierung der Nidda in der Rendeler Gemarkung eine Bereicherung der Karbener Naherholungsgebiete darstellen.
Aus der Sicht der FW sollten auch andere Bereiche der Nidda dahingehend geprüft werden, ob ohne großen Aufwand eine eingeschränkte Renaturierung beispielsweise in Groß-Karben bei der Dögelmühle oder im Bereich von Okarben möglich ist.
Wetter
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Einladung zum öffentlichen Vortrag : Barrierefreiheit und Mobilität in Karben. Ein Vortrag von |
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